Fehmarn-Party
Fehmarn

Fehmarn Open Air am Flügger Strand

Das Fehmarn Open Air 1996

Aufgrund des Erfolges des letzten Jahres konnte eine beachtliche Resonanz bis weit über die Grenzen der Insel Fehmarn hinaus verbucht werden. Die speziell für dieses Festival gegründete Fehmarn Festival Group e.V. war als Mitorganisator am 2. "Jimi Hendrix-Revival-Festival", welches mit großem Erfolg am 7. September 1996 durchgeführt wurde, maßgeblich beteiligt. Parallel zum musikalischen Programm wurden Ausstellungen zum "Love & Peace-Festival 1970" sowie die Jimi Hendrix Ausstellung des bekanntesten Jimi Hendrix-Sammlers Europas und der im letzten Jahr angefertigte Gedenkstein gezeigt.

Das Fehmarn Open Air 1997

Das 3. "Jimi Hendrix-Revival-Festival" am 6. September 1997 fand erstmalig in unmittelbarer Nähe des alten Festivalgeländes von 1970 am Flügger Strand / Westfehmarn statt. Neben dem musikalischen Rahmenprogramm, in dem u.a. Embryo und Hannes Bauer (Gitarrist von Udo Lindenberg) zu sehen und zu hören waren, wurde eine Foto-Ausstellung über das Festival 1970 gezeigt. Parallel hierzu erschien beim Verlag Kultur Buch Bremen ein Buch über das "Love & Peace Festival 1970" mit dem Titel "Jimi Hendrix und der Sturm auf Fehmarn", welches auf dem Festival erstmalig offiziell vorgestellt wurde.

Das Fehmarn Open Air 1998

Am 05. September 1998 fand das 4. "Jimi Hendrix Revival Festival" wiederum am Flügger Strand / Westfehmarn statt. Zum ersten Mal seit dem legendären Festival 1970 sind wieder internationale Bands aufgetreten. Top-Act war in diesem Jahr der legendäre Big Joe Turner aus den USA. Weiterhin wurde eine Ausstellung über das "Love & Peace Festival" von 1970 gezeigt. Mit über 5.000 Besuchern konnten wir die Besucherzahl wieder deutlich erhöhen.

Das Fehmarn Open Air 1999

Das 5. "Jimi Hendrix Revival Festival" am 04. September 1999 wiederum am Flügger Strand auf de Insel Fehmarn konnte mit ca. 7.000 Besuchern einen neuen Rekord verbuchen. Wie in den Vorjahren "Umsonst & Draussen" durchgeführt, konnten dieses Jahr mit Inga Rumpf und Dick Heckstall-Smith (UK, ex-Colosseum) wieder Musiker präsentiert werdem, die bereits 1970 beim "Love & Peace Festival" dabeiwaren. Und die Julian Sas Band aus Holland gab ein umjubeltes Konzert. Im Rahmenprogramm wurden die bisherigen Festivals präsentiert sowie die Ausstellung "Dead Rock Stars" von Andreas Ohlendorff vorgestellt.

Hier geht es mit dem Rückblick weiter. Zum [ Jimi Hendrix Revival Festival 2000 ]

Die Geschichte des Jimi Hendrix Revival Festivals auf Fehmarn.

Zuerst versank es im Dauerregen und dann ging es in Flammen auf - in den Analen der Musikgeschichte steht das Love & Peace-Festival als Flop des Jahrhunderts. Doch die meisten der rund 25.000 Hippies und Rocker, die vom 4. bis 6. September 1970 auf die Ostseeinsel Fehmarn gepilgert waren, haben ganz andere Erinnerungen an dieses Festival. Fehmarn wurde kein europäisches "Woodstock", wie es die Veranstalter versprochen hatten und dennoch bleibt im Nachhinein mehr als der zweifelhafte Ruhm, dem Publikum das letzte Konzert von Jimi Hendrix geboten zu haben. 12 Tage nach dem Fehmarn-Auftritt war Jimi Hendrix tot. Während des Septemberwochenendes spielten u.a. Frumpy, Ginger Baker's Airforce, The Faces (mit Rod Stewart und Ronnie Wood), ELP, Mungo Jerry, Canned Heat, Embryo, Sly & The Familiy Stone und Rio Reiser sowie Jimi Hendrix.

In der Presse kam das "Love & Peace-Festival" denkbar schlecht weg. In der Musikpresse war von "Chaos-Festival" und von Alptraum die Rede und rein musikalisch betrachtet waren die Konzerte in der Tat eher dürftig. Der scharfe Ostseewind zerfetzte die Musik, so dass oft wenig zu hören übrig blieb. Fehmarn war ein Teil des Traums vom unreglementierten Leben. Allen Widrigkeiten zum Trotz war es gerade das Chaos, was die Botschaft der Anarchie verkündete. Alles war so herrlich unorganisiert; man wußte nicht, wo man das nächste Bier herbekommt und wie man zur nächsten Toilette kommen sollte. Weil es allen so ging, gab es eine große Hilfbereitschaft und es entwickelte sich ein tolles Wir-Gefühl. Alexis Korner übernahm die Moderation und bemühte sich, die Pausen zu überbrücken, um die wartenden Fans bei Laune zu halten. Dass Jimi Hendrix dann tatsächlich kam und nicht wie geplant am Samstag, aber doch am Sonntag spielte, versöhnte schließlich.

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